
Ein Wildpferd läuft am Tag mehrere Kilometer zusammen in seiner Herde und nimmt seine Nahrung
in vielen kleinen Rationen auf. Als Schutz vor extremen Wetterbedingungen genügen ihm Bäume
oder Wildhecken. Es ist wissenschaftlich belegt, dass unsere heutigen Zuchtpferde noch die gleichen
Bedürfnisse haben, als Wildpferde. Man konnte diese tief verankerten genetischen
Grundbedürfnisse nicht herauszüchten.
Ein Pferd, dass sein Dasein in einer Box (engl.: Schachtel, Kiste!) fristen muss,
kann sich höchstens einmal um seine eigene Achse drehen.
Würden Sie Ihren Hund in eine Kiste 23 Stunden am Tag stecken, die minimal grösser ist als
dieser selbst? Selbst bei einer Stunde Gassi am Tag wird er kein selbstsicherer und
zuverlässiger Familienhund. Pferde brauchen den Sozialkontakt zu ihren Artgenossen. Sie geben
ihm Sicherheit. Das kann man ganz gut beobachten, wenn sich Pferde hinlegen. Es steht immer ein Pferd
in unmittelbarer Nähe und hält Wache.
Genauso wichtig ist es, dass sie sich ständig an der frischen Luft bewegen können.
Nur eine ausreichende kontinuierliche Bewegung ermöglicht dem Bewegungsapparat eine optimale
Durchblutung und Versorgung der Gelenke mit der Synovialflüssigkeit (=Gelenkschmiere)
Ein Pferd ist ein Frischluftfanatiker. Ohne täglich ausreichende frische Luft bekommen viele
Pferde, besonders in der Übergangs- und Winterzeit, Lungenprobleme und fangen an zu husten.
Hier ist Antibiotika fehl am Platz!
Stellen sie sich einen kranken Goldfisch im verschmutzten Aquarium vor. Würden Sie den
Goldfisch behandeln oder vielleicht das Wasser austauschen?
Wir tauschen das Wasser aus!
Andrea und Hans-Peter Lang